Bahnhof Königslutter

Problem

Über die Gleise des Bahnhofes in Königslutter fahren nicht nur Regionalzüge, sonder auch ICE von und nach Hannover. Im Zuge der Sanierung dieses Bahnhofes wurde der behindertengerechte Zugang zu den Bahnsteigen gelöst. Diese sollten nun über Aufzüge erreichbar sein, wozu fertige Schächte aus Beton direkt neben den bestehenden Zugängen angeschlossen wurden.

 

Dazu wurde Erdreich ausgehoben und die entstehenden Gruben mit Bauholz gesichert. Unglücklicherweise  war die Abstützung mit Bauholz nicht sehr erfolgreich; die Bauüberwachung der Deutschen Bahn stellte die Gefahr eines Absackens der nur wenige Meter entfernten Schienenstränge fest.

 

Die Toleranz liegt aber nur bei wenigen Millimetern. Die Arbeiten wurde daraufhin eingestellt und ein Ingenieurbüro mit der Planung einer geeigneten Maßnahme beauftragt.

Das Ingenieurbüro entschied sich für eine Bodenstabilisierung, wobei aber aufgrund  Zeit und Platzmangels die Varianten HDI und Vereisung ausfielen.

 

 

  • Boden bietet während des Aushubs keine ausreichende Stabilität
  • Boden ist ständigen Erschütterungen ausgesetzt
  • wenig Platz
  • wenig Zeit


Lösung:

  • Boden stabilisieren durch Injektion
  • Injektionsmittel muss flexibel und gleichzeitig stabilisierend sein

Lösung

Der Planer entschied sich für ein sog. "Hartgel" auf Basis eines Polymethacrylates, welches eine sehr niedrige Viskosität (ca. 12mPas) besitzt, also auch feinsandige Böden penetrieren kann, sowie nach der Reaktion eine fest-elastische Konsistenz besitzt und in Verbindung mit dem Bodenmaterial eine hohe Druckfestigkeit bietet.
Die beauftragte Injektionsfirma arbeitete aus den vorhandenen Bahnsteigzugängen, und setzte in den auszuschachtenden Bereichen Injektionslanzen bis zu 2 Meter in das Erdreich.
Diese wurde stufenweise mit dem eingesetzten Hartgel  verpresst und ebenfalls stufenweise zurückgezogen, wobei ein homogener Gel/Boden Körper entstand.
Die Injektionsmanschaft bestand aus 4 Personen sowie 2 Injektionsgeräten. Die Arbeiten zogen sich über 4 Tage hin, sowie einen weiteren Tag als Havariebereitschaft während des eigentlichen Aushubes. Das Equipment der Firma war in 2 Transportern untergebracht.

Der Aushub des Bodenmaterials wurde mit normalen Baggern bewerkstelligt, da die Festigkeit des Gel-Bodengemisches nicht dem von Zement entspricht.

 

 


Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter
Bodenstabilisierung Bahnhof Königslutter

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