Tiefgarage, Mayen

Problem

Das in der Eifel gelegene Mayen hat zur Lösung der Parkplatzprobleme im Stadtbereich eine moderne Tiefgarage mit 6 Tiefgeschossen erbaut. Die Konstruktion ist mit Schlitzwänden erstellt worden, Bodenplatten und Zwischendecken wurden dieser angeschlossen. Die Zwischendecken stützen sich über Pfeiler und Unterzüge ab.


Die Oberkante der Bodenplatte des 6. Tiefgeschosses liegt bei -18 Metern unter Gelände, der Bemessungswasserstand bei -8 Metern unter Gelände.


Beim Ausbetonieren der Schlitzwandgruben müssen größere Mengen an Wasser und Erdreich in den Beton gelangt sein. Die 3 unteren Tiefgeschosse wiesen von Beginn der Nutzung starke Feuchtstellen, bzw. Wassereintritte auf, was eine kommerzielle Nutzung  der Tiefgarage auf allen Geschossebenen verhinderte. Die Schlitzwände weisen eine Stärke von 60 cm auf, die Bodenplatte 80 cm.

viele kleinere Betonierfehler in den Schlitzwänden

anstehender Grundwasserspiegel

wenig Platz (Tiefgarage mit geringer Deckenhöhe)


Lösung:

  • aussenliegende, gummi-elastische Abdichtung, durch Schleierinjektion

 

Injektionsmittel sollte:

  • flexibel
  • grundwasserhygienisch
  • langzeitgeprüft

  sein.


Lösung

Aufgrund der Tiefe des Bauwerkes und dem zum Teil felsigen Boden konnte eine Lösung von außen ausgeschlossen werden.
Die Träger der Tiefgarage hatte daraufhin ein Ingenieurbüro beauftragt, welches die Möglichkeiten einer nachtäglichen Abdichtung prüfen sollte.
Als  einzige mögliche Alternative wurde eine sog. "Schleierinjektion", also das Herstellen einer fest-elastischen Dichtungsschicht hinter dem Bauteil, ausfindig gemacht.
Diese wird durch ein festgelegtes Bohrraster mittels Injektionspacker zwischen Bauteil und Erdreich verpresst.
Das zunächst flüssige  2-Komponenten Injektionsgel wird in einem festgelegten 3 Stufenverfahren eingepresst und erlangt so eine flächige sowie ineinandergreifende Ausbreitung. Nach der Reaktion, welche einstellbar ist, ergibt sich eine gummiartige Membran,  die Wasserdicht ist.

In den Tiefgeschossen -6 bis -3 wurde eine solche Injektion unter Aufsicht des planenden Ingenieurbüros durchgeführt.
Insgesamt wurden 12.000 Bohrungen hergestellt und über 17.000 Liter DIBt zugelassenes Acrylatgel (RUBBERTITE) verpresst. Das Material für eine Schleierinjektion unterliegt seit 2008 einer Zulassungspflicht( AbZ) des DIBt.

 

 


Tiefgarage, Mayen
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