Fluchttunnel Metro, Moskau

Problem

Die Fluchttunnel einer neuen Moskauer Metrolinie, wurden in offener Bauweise, also im sog. "Cut and Cover" Verfahren hergestellt.
Zunächst wurden über Rammungen Spundwände in 28 Meter Tiefe eingebracht und diese an den bestehenden Metrotunnel angeschlossen. Die anschließenden Betonarbeiten fanden bei  Temperaturen bis zu -30 C° statt. Unter diesen erschwerten Verhältnissen entstanden zwei Grundsätzliche Probleme. Zum einen befand sich wahrscheinlich zum Zeitpunkt des Betonierens der Wände eine Eisschicht auf den Spundwänden, die nicht nur die Anhaftung des Betons verhinderte, sondern eine zentimeterdicke Trennschicht ergab. Zum anderen ist trotz der Frostschutzmaßnahmen der Beton (Tausalz) zum Zeitpunkt des  Schüttens so angesteift, das sich massive Hohlräume und Fehlstellen ergaben.

Nach Fertigstellung des Tunnels wurden nach Niederschlägen und nach der Tauperiode im Frühjahr massive Wassereinbrüche festgestellt, die in den Frostperioden zu weiterer Zerstörung der Bausubstanz führte.

 

Starker Wassereinbruch in einem Fluchttunnel

Von der hinterliegenden Spundwand drückt Wasser gegen die Betonwand

 

 


Lösung

Zunächst wurde eine Injektion mittels Zement angedacht. Da aber der Druck des austretenden Wassers  zu groß war und auch eine gewisse Wasserströmung zwischen der Spundwand und der eigentlichen Betonwand festzustellen war, wurde die Idee schnell fallen gelassen.
Es wurde von Seiten der TPH und des ausführenden Partners in Moskau nun eine wasserstoppende aber auch verfestigende Injektion vorschlagen.
Die Idee wurde mit einem 2-Komponentigen PUR Schaum-Harz realisiert. Dieses Produkt ist  in der Lage stark strömendes Wasser zu stoppen, Hohlräume auszufüllen und kraftschlüssig zu verkleben.

 

Es wurden um die größten Fehlstellen und über die gesamte Wand Packer gesetzt. Die Stellen mit Wasseraustritt wurden zuerst verpresst, anschließen auch der gesamte Wandbereich. So wurden Spundwand und Betonwand nachträglich verbunden, das Wasser aus der Konstruktion gebracht und die Hohlräume im Beton kraftschlüssig verfüllt.

Die Arbeiten wurden mit einer gleichfördernden 2-Komponentenpumpe mit Statikmischer durchgeführt.

 

 


Stoppen von Wassereinbrüchen, Fluchttunnel, Metro, Moskau
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